Für wen lohnt sich ein Bestellkiosk?
Ein Gast wählt am Bildschirm aus, gibt seine Bestellung auf und holt sie später ab: Ein Bestellkiosk kann gut zu einem Betrieb mit klarer Speisekarte und festen Abläufen passen. Ob er im Alltag hilft, hängt aber nicht allein vom Gerät ab. Entscheidend ist, wie Bestellung, Zahlung, Zubereitung und Ausgabe zusammenarbeiten.
1. Zuerst den Engpass finden
Beobachten Sie eine typische Stoßzeit: Warten Gäste vor allem auf die Bestellaufnahme, auf das Bezahlen oder auf die fertigen Speisen? Ein zusätzlicher Bestellweg schafft nicht automatisch zusätzliche Kapazität in der Küche. Wenn die Zubereitung bereits ausgelastet ist, sollte zunächst die Weitergabe und Bearbeitung der Aufträge betrachtet werden.
Ein Kiosk ist besonders als Prüfoption interessant, wenn viele Bestellungen aus wiederkehrenden Artikeln und überschaubaren Wahlmöglichkeiten bestehen. Brauchen Ihre Gäste häufig persönliche Beratung oder individuelle Absprachen, sollte ein gut erreichbarer Ansprechpartner weiterhin Teil des Ablaufs bleiben.
2. Die Auswahl verständlich gestalten
Planen Sie die Bedienung aus Sicht eines neuen Gastes. Sind Kategorien und Artikelnamen eindeutig? Ist verständlich, welche Größe, Beilage oder Variante ausgewählt wurde? Werden Preis und Zusammenstellung vor dem Abschluss klar angezeigt? Testen Sie auch, wie ein Gast einen Irrtum korrigiert.
Beginnen Sie für einen Probelauf mit einem überschaubaren Sortiment. Lassen Sie Personen testen, die Ihre Kassenoberfläche nicht kennen. Notieren Sie Stellen, an denen sie zögern oder Hilfe benötigen. Eine verständliche Auswahl ist wichtiger als möglichst viele Schaltflächen.
3. Hardware und Software gemeinsam prüfen
Ein Touchscreen-Kiosk allein ist noch kein fertiges Bestellsystem. Klären Sie für die konkrete Kombination aus Kasse, Kiosksoftware und Zahlungsanbindung, wie Artikel und Preise gepflegt werden, wohin Bestellungen gelangen und wie der Zahlungsstatus erkannt wird. Lassen Sie sich den vollständigen Ablauf mit Ihren eigenen Beispielen vorführen.
Auch die Aufstellung gehört dazu. ADVANTECH-AURES beschreibt KRYSTAL beispielsweise als modulare Kioskfamilie mit Stand-, Theken- und Wandvarianten. Welche Ausstattung zur konkreten Artikelnummer gehört, muss separat geprüft werden. Ein abgebildetes Zahlungsterminal oder ein Drucker ist nicht automatisch bei jedem angebotenen Paket enthalten.
Eine Übersicht finden Sie unter Kiosksysteme. Die Geräteauswahl sollte erst nach der Abstimmung von Software, Zahlung und Aufstellort erfolgen.
4. Bestellungen bis zur Ausgabe verfolgen
Eine Bestellung muss nicht nur ankommen, sondern im Team eindeutig zugeordnet werden können. Legen Sie fest, wer sie bearbeitet, wie Änderungen behandelt werden und woran der Gast seine fertige Bestellung erkennt. Prüfen Sie insbesondere den Fall, dass mehrere Bestellungen gleichzeitig eingehen.
Ob die Küche mit Papierbons oder einem Bildschirm arbeitet, ist eine eigene Entscheidung. Dazu passt unser Ratgeber Küchenmonitor oder Bondrucker. Die Verbindung zwischen diesen Komponenten muss für das eingesetzte System bestätigt sein.
5. Einen Ausweichweg einplanen
Besprechen Sie vor dem Start, was bei einer unterbrochenen Verbindung, einer nicht abgeschlossenen Zahlung oder einem leeren Bonrollenfach passiert. Wer hilft dem Gast? Kann die Bestellung an einer bedienten Kasse aufgenommen werden? Wie vermeiden Sie dabei eine doppelte Bestellung? Ob eine Lösung ohne Verbindung weiterarbeitet, ist produktspezifisch und sollte nicht vorausgesetzt werden.
Checkliste für Ihren Probelauf
- Eine Standardbestellung und eine Bestellung mit Änderungen vollständig durchspielen.
- Preise, Auswahlbestätigung und Zahlungsablauf kontrollieren.
- Bestelleingang und Zuordnung in der Küche prüfen.
- Abholung und Kommunikation mit dem Gast testen.
- Abbruch, fehlgeschlagene Zahlung und Hilferuf nach vereinbartem Testverfahren durchgehen.
- Aufstellfläche, Erreichbarkeit, Strom und Netzwerk vor Ort prüfen.
- Zuständigkeiten für Pflege, Reinigung und Unterstützung festlegen.
Was gehört in die Kostenplanung?
Vergleichen Sie vollständige Angebote: Hardware und Halterung, Softwarelizenzen, Einrichtung, Schulung, Zahlungsanbindung und laufender Service. Fragen Sie ausdrücklich nach, welche Kosten einmalig und welche regelmäßig anfallen. Ein belastbarer Vergleich braucht dieselben Leistungen und denselben Betrachtungszeitraum.
Für die Beratung sind Ihre vorhandene Kasse, die Zahl der geplanten Bestellplätze, der gewünschte Zahlungsablauf und Fotos des Aufstellorts hilfreich. Sprechen Sie uns auf Ihren geplanten Bestellablauf an. So lässt sich gezielt prüfen, welche Kombination zu Ihrem Betrieb passt.